40 Jahre Schüleraustausch zwischen dem Szilàgyi Erzsèbet Gimnàzium Budapest und der Städtischen Realschule Heiligenhaus


Jubiläumsveranstaltung in der Realschule am 28.09.2019


Bürgermeister Michael Beck und Schulleiterin Sonia Cohen würdigen den Austausch auch als Zeichen setzend, gegen den zunehmenden Nationalismus in Europa
 
Seit 1979 besteht nun schon der Schüleraustausch zwischen dem Szilàgyi Erzsèbet Gimnàzium Budapest und der Städtischen Unesco Realschule Heiligenhaus – eine ungewöhnlich lange Partnerschaft.
Aus diesem Anlass versammelten sich die Leitungen beider Schulen – Frau Cohen und Frau Lux auf deutscher Seite sowie Frau Bajko aus Budapest, die den Austausch betreuenden Lehrer Frau Vargas, Herr Cirrok, Frau Neugebauer und Herr Lange, die ehemaligen Koordinatoren Frau Nagy und Frau Wippich sowie etliche ehemalige Teilnehmer des Schüleraustausches in der Aula der Realschule, um dieses Jubiläum zu begehen.

Bürgermeister Michael Beck und Frau Cohen skizzierten in ihren Reden die schwierige Entstehungsgeschichte des einst ersten Austausches einer Schule aus der Bundesrepublik mit einer Schule aus dem damaligen sozialistischen Ausland.
Der frühere Schulleiter Herr Schommartz brannte für die Idee, einen Schüleraustausch mit einem sozialistischen Land einzugehen. Durch seine engen Kontakte zur deutschen UNESCO-Kommission konnte er bereits 1963 einen Besuch im Szilagy Erzsebet Gimnazium machen. Es sollte aber weitere 16 Jahre dauern, bis tatsächlich ein Austausch möglich wurde.
Frau Cohen und Herr Beck brachten unisono ihr Unbehagen über ungute Entwicklungen in Europa zum Ausdruck. Umso wichtiger Erscheinen daher die Worte, die bereits zum 50 –jährigen UNESCO-Jubiläum der Realschule formuliert wurden:
Unser Bestreben muss es sein, diesen traditionsreichen Austausch auch in Zukunft mit Leben zu füllen. Gerade angesichts der aktuellen Ereignisse, wo  sowohl in Deutschland als auch in Ungarn von politisch fragwürdigen Gruppen diffuse Ängste vor Überfremdung geschürt werden und teilweise unverhohlener Rassismus zu Tage tritt, ist es wichtig, mit Begegnungen „im Kleinen“ dagegen zu steuern und zu zeigen, dass persönliches Kennenlernen oft zu der Feststellung führt, dass man viel gemeinsam hat.