Die Städtische Realschule Heiligenhaus ist eine von drei weiterführenden Schulen der Stadt. Internationale Bildung, Völkerverständigung und das Verständnis für nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt sind zentrale Themen unserer Arbeit als UNESCO-PROJEKTSCHULE - der ältesten dieser besonderen Schulen in ganz NRW.

Als Realschule vermitteln wir eine "erweiterte allgemeine Bildung" (Schulgesetz § 15) und führen zum Abschluss "Fachoberschulreife". Bei guten oder befriedigenden Leistungen schließt die Fachoberschulreife die Berechtigung zum Besuch der Sekundarstufe ein ("Qualifikation"). 

Bereits ein Jahr vor den meisten anderen Schulen in NRW haben wir das Inklusionsprinzip an unserer Schule eingeführt.  Schüler mit besonderem Förderbedarf führten zu einer neuen Vielfalt in den Klassen. Bei dieser durchaus auch anspruchsvollen Aufgabe wirken Lehrkräfte im multiprofessionellen Team, speziell geschultes pädagogisches Personal und Sozialarbeit Hand in Hand. Auch die Schüler selbst tragen wesentlich mit zum Gelingen des politisch vorgegebenen Zieles der Inklusion bei - ohne das gegenseitige Verständnis würde das System nicht funktionieren. Gelernt wird in Projekten, in Kleingruppen und im differenzierten Fachunterricht.

Seit dem Schuljahr 2015/2016 ist die DAZ-Klasse ("Deutsch als Zweitsprache") mit Zuwandererkindern an unserer Realschule untergebracht, was unsere Konzepte als UNESCO-Projektschule und Inklusionsschule sehr gut ergänzt. Einige der Schülerinnen und Schüler aus dieser Gruppe können sich sehr schnell in das Leistungssystem integrieren und erbringen Höchstleistungen, andere bringen noch nicht die kulturellen Vorerfahrungen mit, wie schulisches Lernen aussieht und benötigen entsprechend lange Zeiträume zur Alphabetisierung und zum Spracherwerb.

 

UNESCO-Projektschule

Schülern internationales Denken näher zu bringen war eine der Ideen, die den damaligen Schulleiter Werner Schommartz dazu veranlassten, die Städtische Realschule im Jahr 1965 zur UNESCO-Projektschule zu machen. Trotz damals schwieriger politischer Rahmenbedingungen im Ost-West-Konflikt hat die Idee bis heute überlebt.

Eine Fülle von Projekten und Aktivitäten rund um die UNESCO-Themen Völkerverständigung, Friedenserziehung, globales Denken und Verantwortung für die Erde prägt die Schule tagtäglich. Dabei spielen die von der UNESCO ausgegebenen 17 Ziele für Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle.

Nur wenn es uns gelingt, unsere Schülerinnen und Schüler auf die Welt von morgen vorzubereiten, haben wir unseren Auftrag verantwortlich erfüllt.