Fachtag Jugendhilfe Heiligenhaus

Ver – rückte Kindheit

Am Samstag, den 11.1.19 nahmen Frau Frahsek, Frau Luderich und Frau Cohen am Jugendhilfetag der Stadt Heiligenhaus teil.

Fast 100 Mitarbeiter im sozialen Bereich trafen sich, um über das Thema „Kinder von psychisch kranken Eltern“ nachzudenken.

Prof. Lenz forscht und publiziert seit vielen Jahren zu diesem Thema und beeindruckte in seinem Vortrag durch eine Vielzahl an empirischen Erkenntnissen zur Lebenssituation der betroffenen Kinder und Jugendlichen und zur Dynamik des Familien- bzw. Umfeldsystems, das die schwierige Situation häufig über lange Zeiträume stabilisiert. Er hat ein Präventionsprogramm entwickelt, in dem in Gruppenarbeit mit Eltern Resilienz eingeübt werden soll.

Frau Dr. Bowi vom sozialpsychiatrischen Dienst des Kreisgesundheitsamts Mettmann informierte über die vielfältigen Initiativen und Angebote im Kreis Mettmann. Sie hob die Wichtigkeit der Vernetzung hervor, die auch an diesem Tag, u.a. durch Infostände verschiedener Institutionen und Organisationen, erfolgte.

Ein besonderer Höhepunkt waren die drei kurzen Programmpunkte „Improvisationstheater“ von Mitarbeiterinnen des Jugendamts in Heiligenhaus. Die Zuhörer konnten Inhalte bestimmen, die von den Frauen dann sofort umgesetzt wurden. So entstand beispielsweise ein Dialog zwischen Bett und Spiegel in der Wohnung einer Familie, deren alleinerziehende Mutter eine Borderline-Störung hat. Oder es wurden Preise verliehen an Menschen mit Waschzwang, ADHS, Panikattacken etc., die authentisch dargestellt wurden.

Die Spielfreude und Detailkenntnisse der Mitarbeiterinnen des Jugendamts  ließen auf eine hohe Professionalität und besonders Engagement schließen und machten den Teilnehmern Mut,  dieses schwere Thema anzugehen  und weiter nach Wegen zu suchen.

Link zum Artikel aus dem Lokalkompass